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Familienzeitbonus

Mit dem Familienzeitbonus wurde eine finanzielle Unterstützung für Väter während der Familienzeit geschaffen.

Baby liegt auf Papas Brust

Wie lange kann der Familienzeitbonus bezogen werden?
Der Familienzeitbonus gebührt für eine ununterbrochene Dauer von 28, 29, 30 oder 31 Kalendertagen innerhalb eines Zeitraumes von 91 Tagen ab der Geburt des Kindes.

Wie erfolgt die Antragstellung des Familienzeitbonus?
Der Antrag muss mittels eigenen Antragsformulars spätestens am 91. Tag nach der Geburt des Kindes beim zuständigen Krankenversicherungsträger gestellt werden. Bei der Antragstellung ist die Anspruchsdauer verbindlich festzulegen. 

Welcher Abmeldegrund ist bei der Inanspruchnahme einer Familienzeit auf der Abmeldung anzugeben?
Als Abmeldegrund ist "SV-Ende - Beschäftigung aufrecht" anzugeben. Auch bei einer Väterfrühkarenz laut Kollektivvertrag ist der Abmeldegrund "SV-Ende - Beschäftigung aufrecht" zu verwenden.

Ausnahme: Bei Vätern, die einen Frühkarenzurlaub nach § 29o Vertragsbedienstetengesetz oder gleichartigen landesgesetzlichen Bestimmungen in Anspruch nehmen, besteht während der Familienzeit die Pflichtversicherung weiter. Es ist somit keine Abmeldung zu erstatten und der Dienstgeber trägt weiterhin die Beiträge (ausgenommen Wohnbauförderungsbeitrag, Arbeiter- bzw. Landarbeiterkammerumlage) zur Sozialversicherung. 

Sind während der Inanspruchnahme der Familienzeit Beiträge zur Betrieblichen Vorsorge (BV) zu leisten?
Nein, die Beitragsleistungspflicht zur BV endet mit dem Ende des Entgeltanspruches.

Wie ist ein während der Familienzeit weiterhin gewährter Sachbezug beitragsrechtlich zu behandeln?
Wird während der Familienzeit ein Sachbezug gewährt, ist dieser in der Sozialversicherung beitragsfrei.

Was passiert, wenn zwischen Dienstgeber und Dienstnehmer eine Vereinbarung über eine Familienzeit getroffen wurde und sich danach herausstellt, dass mangels Vorliegen einer der Voraussetzungen gem. § 2 Familienzeitbonusgesetz kein Anspruch auf einen Familienzeitbonus besteht?
Stellt sich im Nachhinein heraus, dass die Voraussetzungen für eine Familienzeit nicht gegeben sind, liegt ein unbezahlter Urlaub gemäß § 11 Abs. 3 lit. a Allgemeines Sozialversicherungsgesetz vor (Pflichtversicherung besteht weiter). Die bereits erstattete Abmeldung von der Sozialversicherung ist daher zu stornieren. Der Dienstnehmer hat somit die Beiträge zur Gänze zu entrichten.