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Schwerarbeit

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Die Dienstgeber haben für die im Betrieb beschäftigten männlichen Versicherten, die bereits das 40. Lebensjahr bzw. weiblichen Versicherten, die bereits das 35. Lebensjahr vollendet haben, dem jeweils zuständigen Krankenversicherungsträger zu melden:

  • Alle Tätigkeiten, die auf das Vorliegen von Schwerarbeit im Sinne der Schwerarbeitsverordnung schließen lassen,
  • die Namen und Versicherungsnummern jener Personen, die derartige Tätigkeiten verrichten und
  • die Dauer der Tätigkeiten.


Info

Die Meldung der Schwerarbeit  hat bis spätestens Ende Februar des nächstfolgenden Kalenderjahres
(z. B. für 2015 bis spätestens Ende Februar 2016) zu erfolgen.


Achtung: für geringfügig Beschäftigte sind keine Schwerarbeitsmeldungen zu erstatten.

Arbeitsunterbrechungen: Endet bei Arbeitsunterbrechungen (z. B. infolge Krankenstandes) die Pflichtversicherung auf Grund des Erlöschens des Entgeltanspruches, ist für die Zeit in der keine Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung besteht, keine Schwerarbeitsmeldung zu erstatten.

Der Dienstgeber hat bei Vorliegen von Schwerarbeit im Sinne der Schwerarbeitsverordnung (im Gegensatz zur Nachtschwerarbeit nach dem Nachtschwerarbeitsgesetz - NSchG) keinen zusätzlichen, gesonderten Beitrag zu entrichten.

In welchen Fällen besteht keine Meldepflicht?

Für geringfügig Beschäftigte sind keine Schwerarbeitsmeldungen zu erstatten.

Bei Tätigkeiten, für die Zuschläge zum Sachbereich Urlaub der BUAK (Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse) nach den §§ 21 und 21a des BUAG (Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz) zu entrichten sind, werden die Meldungen von der BUAK durchgeführt.

Weiters entfällt die Meldepflicht, wenn dem Dienstgeber keine Informationen zu Personen im Sinne des § 1 Abs. 1 Z 6 der Schwerarbeitsverordnung vorliegen, die Schwerarbeit im Sinne der Schwerarbeitsverordnung leisten. Sofern diese Informationen dem Dienstgeber vorliegen, ist für diese Personen eine Schwerarbeitsmeldung möglich.

Bei einer Tätigkeit nach § 1 Abs. 1 Z 3 der Schwerarbeitsverordnung besteht ebenfalls keine Meldepflicht, da die Feststellung des Vorliegens einer Minderung der Erwerbstätigkeit von mindestens zehn Prozent als kausale Folge dieser Tätigkeit erst im Nachhinein möglich ist.

Arbeitsunterbrechungen: Endet bei Arbeitsunterbrechungen (z. B. infolge Krankenstandes) die Pflichtversicherung auf Grund des Erlöschens des Entgeltanspruches, ist für die Zeit in der keine Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung besteht, keine Schwerarbeitsmeldung zu erstatten.

Ausfertigung der Meldungen

Beim Ausfüllen der Schwerarbeitsmeldung ist zu beachten, dass für jede Art der Tätigkeit (Z 1, 2 und 4 bis 6 des § 1 Abs. 1 der  Schwerarbeitsverordnung) und deren Dauer immer eine eigene Zeile zu verwenden ist. Solange die Voraussetzungen für ein Schwerarbeitsmonat vorliegen, ist für die Dauer der Schwerarbeit auf der Meldung in den Feldern "von" "bis" grundsätzlich der Monatserste bzw. -letzte einzutragen. Dies gilt nicht, wenn das Beschäftigungsverhältnis untermonatig begonnen hat bzw. beendet wurde.

Die für einen Versicherten gemeldeten Schwerarbeitszeiten müssen mit Zeiten einer Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung übereinstimmen.

Listen der Berufsgruppen, Fragen-Antworten-Katalog

Nachfolgend finden Sie die Listen der Berufsgruppen mit körperlicher Schwerarbeit von 1400 bis 2000 kcal sowie über 2000 kcal und einen Fragen-Antworten-Katalog zur Schwerarbeitsverordnung.

linkListe der Berufsgruppen mit körperlicher Schwerarbeit von 1400 bis 2000 kcal - barrierefrei gemäß PDF/UA (275.1 KB)      

linkListe der Berufsgruppen mit körperlicher Schwerarbeit über 2000 kcal - barrierefrei gemäß PDF/UA (280.2 KB)     

linkFragen-Antworten-Katalog zur Schwerarbeitsverordnung (1.4 MB)