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Schlechtwetterentschädigung

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In der durch Schlechtwetter ausfallenden Arbeitszeit sind Arbeiter (gemäß Bauarbeiter-Schlechtwetterentschädigungsgesetz 1957 - BSchEG) in der Krankenversicherung mit dem Entgelt versichert, das ihnen bei Vollarbeit gebührt hätte.

In den übrigen Zweigen der Sozialversicherung sind sie mit dem im Beitragszeitraum tatsächlich erzielten Entgelt (Lohn zuzüglich Schlechtwetterentschädigung) versichert.

Dies gilt auch für die Berechnung der Arbeiterkammerumlage, des Wohnbauförderungsbeitrages, der Landarbeiterkammerumlage, des Schlechtwetterentschädigungsbeitrages und des Zuschlages nach dem Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz.

Die Schlechtwetterentschädigung beträgt für Baustellen im Inland und im Ausland 60 % des Lohnes, der bei Vollarbeit gebührt hätte.

Der Krankenversicherungsbeitrag für den Differenzbetrag zwischen dem bei Vollarbeit gebührenden Arbeitsentgelt und dem tatsächlich erzielten Entgelt (Lohn zuzüglich Schlechtwetterentschädigung) ist vom Dienstgeber allein zu tragen und in der Beitragsgruppe A13 mit dem Beitragssatz von 7,65 % (unter Beachtung der Höchstbeitragsgrundlage) abzurechnen.

Nachfolgend finden Sie ein Beispiel zur Schlechtwetterentschädigung:
 
linkSchlechtwetterentschädigung - barrierefrei gemäß PDF/UA (158.0 KB)

Gilt für ein Beschäftigungsverhältnis das Bauarbeiter-Schlechtwetterentschädigungsgesetz 1957 (BSchEG), fällt zur Finanzierung der Schlechtwetterentschädigung der Schlechtwetterentschädigungsbeitrag an.

Er beträgt 1,40 % der allgemeinen Beitragsgrundlage bis zur Höchstbeitragsgrundlage und ist auch von Sonderzahlungen zu entrichten.

Der Schlechtwetterentschädigungsbeitrag wird je zur Hälfte vom Dienstgeber und vom Dienstnehmer getragen.

Bei einem Urlaub ohne Entgeltzahlung ist der Schlechtwetterentschädigungsbeitrag allerdings zur Gänze vom Versicherten zu tragen.

Kein Schlechtwetterentschädigungsbeitrag ist 

  • für die Dauer einer Beschäftigung von Arbeitern auf Auslandsbaustellen,
  • für Lehrlinge,
  • für Angestellte und
  • für geringfügig Beschäftigte zu entrichten.


Arbeitskräfteüberlassungsbetriebe haben den Schlechtwetterentschädigungsbeitrag für die gemäß § 2 Abs. 1 lit. h Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz (BUAG) in den Sachbereich der Urlaubsregelung einbezogenen Dienstnehmer zu leisten.