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Beispiele zur fallweisen Beschäftigung

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Beispiel 1 - Meldung

Frau A. und Firma Z. vereinbaren eine fallweise Beschäftigung am 3.+5. Juli, sowie am 17., 21. und 23. Juli.

Am 22. Juli stellt sich heraus, dass Frau A. aus privaten Gründen die für 23.07. vereinbarte Tätigkeit nicht aufnehmen kann.

Mit der Mindestangabenanmeldung kann man jeden Tag der fallweisen Beschäftigung vor Arbeitsantritt separa bekannt geben.
Praktischer ist es, die geplanten Beschäftigungstage

  • 03.+05.07. sowie
  • 17.+21.+23.07.

mittels zweier Mindestangabenanmeldung zu melden (jeweils vor dem erstmaligen Arbeitsantritt).

Kommt es am 23.07. zu keiner Beschäftigung, können Sie den bereits gemeldeten 23.07. mittels Storno der Mindestangabenanmeldung stornieren.

In weiterer Folge hat man bis zum 07.08. Zeit, eine Vollmeldung für alle Beschäftigungstage im Juli zu übermitteln. Erst im Rahmen dieser Meldung geben Sie auf Basis aller fallweisen Beschäftigungstage im Juli bekannt, ob ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis vorliegt.

Beachten Sie, dass die Tätigkeit von fallweise beschäftigten Personen immer je Kalendermonat zu beurteilen ist! Dies kann bei einer Beschäftigung, die an einem Monatsletzten beginnt, bestimmte Auswirkungen haben - > siehe Beispiel 2!

Beispiel 2 - Meldung

Herr B. und Firma Y vereinbaren eine fallweise Beschäftigung am 31.07. Die Tätigkeit beginnt um 21 Uhr und endet um 4 Uhr des Folgetages.

Empfehlung: auch den 2. Tag der Tätigkeit mittels Mindestangabenanmeldung vor Arbeitsantritt zu melden, sofern dieser bereits im Vorfeld bekannt ist.

Aufgrund der Tatsache, dass die Tätigkeit in einem anderen Kalendermonat (hier in den August) hinein reicht, sind jedenfalls 2 Vollmeldungen erforderlich. Die Vollmeldung für Juli ist bis 07.08. zu erstatten. Falls die Frist für die Vollmeldung ein Samstag ist, endet die Frist erst am nächstfolgenden Werktag.

Beispiel 3 - Lohnzettel

Frau C. wird für die Firma X am 02.08. und 23.08. im Rahmen einer fallweisen Beschäftigung tätig.

Um die Meldeverpflichtung hinsichtlich der Lohnzettel zu erfüllen, übermitteln Sie bis spätestens Ende September einen Lohnzettel für den Beitragszeitraum August.

Geben Sie dabei die gesamte monatliche Beitragsgrundlage beider Beschäftigungstage im August bekannt.

Beispiel 4 - Lohnzettel

Frau E wird für die Firma V am 17., 21. und 23.07. und am 19.09. im Rahmen einer fallweisen Beschäftigung tätig.

Da im August keine fallweise Beschäftigung bei der Firma V vorliegt, ist sowohl für Juli, als auch für September ein Lohnzettel zu übermitteln.

Der Lohnzettel für die fallweise Beschäftigung im Juli ist bis Ende August zu übermitteln. Wenn der 31.08. auf einen Samstag fällt, verlängert sich die Frist bis zum nächstfolgenden Werktag.
Für die Übermittlung des Lohnzettels für den Beitragszeitraum September hat man bis Ende Oktober Zeit.

Beispiel 5 - Lohnzettel

Frau E wird für die Firma V im Juli, August und September im Rahmen einer fallweisen Beschäftigung tätig. Im Juli und im September besteht Vollversicherung, im August liegt der erzielte Arbeitsverdienst unter der Geringfügigkeitsgrenze. Frau E ist nur unfallversichert.

Somit ist für August ein gesondertert Lohnzettel mit der geringfügigen Beitragsgrundlage zu übermitteln.

Die Beitragsgrundlage für Juli und September können in einem Lohnzettel zusammengefasst gemeldet werden.

Da in den drei aufeinanderfolgenden Monaten jeweils eine fallweise Beschäftigung vorliegt, endet die Frist für die Übermittlung der Lohnzettel Ende Oktober.

Beispiel 6 - Lohnzettel

Frau F wird für die Firma U im Juli im Rahmen einer fallweisen Beschäftigung tätig. Im Juli besteht Vollversicherung. Im September liegt der erzielte Arbeitsverdienst unter der Geringfügigkeitsgrenze. Frau F ist lediglich unfallversichert.

Da im August keine fallweise Beschäftigung bei der Firma U vorliegt, ist sowohl für Juli, als auch für September ein gesonderter Lohnzettel notwendig.

Der Lohnzettel für Juli ist dabei bis Ende August zu übermitteln, der Lohnzettel für September ist bis Ende Oktober zu erstatten.