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Schlechtwetterentschädigung

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In der durch Schlechtwetter ausfallenden Arbeitszeit sind Arbeiter (gemäß Bauarbeiter-Schlechtwetterentschädigungsgesetz 1957 - BSchEG) in der Krankenversicherung mit dem Entgelt versichert, das ihnen bei Vollarbeit gebührt hätte.

In den übrigen Zweigen der Sozialversicherung sind sie mit dem im Beitragszeitraum tatsächlich erzielten Entgelt (Lohn zuzüglich Schlechtwetterentschädigung) versichert.

Dies gilt auch für die Berechnung der Arbeiterkammerumlage, des Wohnbauförderungsbeitrages, der Landarbeiterkammerumlage, des Schlechtwetterentschädigungsbeitrages und des Zuschlages nach dem Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz.

Die Schlechtwetterentschädigung beträgt für Baustellen im Inland und im Ausland 60 % des Lohnes, der bei Vollarbeit gebührt hätte.

Der Krankenversicherungsbeitrag für den Differenzbetrag zwischen dem bei Vollarbeit gebührenden Arbeitsentgelt und dem tatsächlich erzielten Entgelt (Lohn zuzüglich Schlechtwetterentschädigung) ist vom Dienstgeber allein zu tragen und in der Beitragsgruppe A13 mit dem Beitragssatz von 7,65 % (unter Beachtung der Höchstbeitragsgrundlage) abzurechnen.

Seit 1.1.2017 sind gewerbliche Lehrlinge jener Betriebe, die in den Geltungsbereich des BSchEG fallen, ebenfalls vom BSchEG erfasst. Dies gilt nicht nur für neu abgeschlossene Lehrverhältnisse, sondern auch für aufrechte Lehrverhältnisse, die vor dem 1.1.2017 begonnen haben. Lehrlinge in Angestelltenberufen bleiben vom BSchEG ausgenommen.

Ab 1.8.2017 sind Lehrlinge mit Doppellehre vom Geltungsbereich des BSchEG ausgenommen, wenn nur einer der beiden Lehrberufe in den Geltungsbereich des BSchEG fällt.

Für die unter das BSchEG fallenden Lehrlinge ist seit 1.1.2017 der zusätzliche Krankenversicherungsbeitrag für den Differenzbetrag zwischen dem bei Vollarbeit gebührenden Entgelt und dem tatsächlich erzielten Entgelt bei Schlechtwetter in folgenden Verrechnungsgruppen abzurechnen:

  •  A13 mit 7,65 % für Lehrlinge ab dem dritten Lehrjahr mit Beginn des Lehrverhältnisses vor dem 1.1.2016 
  • B13 mit 3,35 % für Lehrlinge mit Beginn des Lehrverhältnisses ab dem 1.1.2016 

Nachfolgend finden Sie ein Beispiel zur Schlechtwetterentschädigung:
 
linkSchlechtwetterentschädigung - barrierefrei gemäß PDF/UA (158.0 KB)

Gilt für ein Beschäftigungsverhältnis das Bauarbeiter-Schlechtwetterentschädigungsgesetz 1957 (BSchEG), fällt zur Finanzierung der Schlechtwetterentschädigung der Schlechtwetterentschädigungsbeitrag an.

Er beträgt 1,40 % der allgemeinen Beitragsgrundlage bis zur Höchstbeitragsgrundlage und ist auch von Sonderzahlungen zu entrichten.

Der Schlechtwetterentschädigungsbeitrag wird je zur Hälfte vom Dienstgeber und vom Dienstnehmer getragen.

Bei einem Urlaub ohne Entgeltzahlung ist der Schlechtwetterentschädigungsbeitrag allerdings zur Gänze vom Versicherten zu tragen.

Bei gewerblichen Lehrlingen gilt die Beitragspflicht

  • vom 1.1.2017 bis 31.7.2017 für alle gewerblichen Lehrlinge,
  • ab 1.8.2017 für gewerbliche Lehrlinge ohne Doppellehre und für gewerbliche Lehrlinge mit Doppellehre, wenn beide Lehrberufe in den Geltungsbereich des BSchEG fallen.


Der Schlechtwetterentschädigungsbeitrag ist nicht zu entrichten für

  • die Dauer einer Beschäftigung von Arbeitern auf Auslandsbaustellen,
  • Angestellte,
  • Lehrlinge in Angestelltenberufen,
  • Lehrlinge mit Doppellehre, wenn nur einer der beiden Lehrberufe in den Geltungsbereich des BSchEG fällt, und
  • geringfügig Beschäftigte.


Arbeitskräfteüberlassungsbetriebe haben den Schlechtwetterentschädigungsbeitrag für die gemäß § 2 Abs. 1 lit. h Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz (BUAG) in den Sachbereich der Urlaubsregelung einbezogenen Dienstnehmer zu leisten.

Info

Seit 1.1.2017 sind gewerbliche Lehrlinge jener Betriebe, die in den Geltungsbereich des Bauarbeiter-Schlechtwetterentschädigungsgesetzes 1957 (BSchEG) fallen, ebenfalls vom BSchEG erfasst. Dies gilt nicht nur für neu abgeschlossene Lehrverhältnisse, sondern auch für aufrechte Lehrverhältnisse, die vor dem 1.1.2017 begonnen haben. Lehrlinge in Angestelltenberufen bleiben vom BSchEG ausgenommen.

Ab 1.8.2017 sind Lehrlinge mit Doppellehre vom Geltungsbereich des BSchEG ausgenommen, wenn nur einer der beiden Lehrberufe in den Geltungsbereich des BSchEG fällt.